Wie alles begann

Wie alles begann

Unsere Geschichte ist gar nicht so einfach und kurz erzählt, schließlich ist mein kleiner Mann schon 5 und wir haben unfassbar viel erlebt. 

Ich bin von klein auf mit einem Hund aufgewachsen und wollte schon immer einen eigenen haben. Als Kind sollte es immer ein Jack Russel Terrier werden, später in der Pubertät tendierte ich zu einem Zwergspitz und irgendwann verflogen all diese Ideen und ich wollte einen größeren Hund. Einen mittelgroßen Hund, der mich herausfordert und der mich begleitet. Ich wollte mit meinem Hund etwas erleben können.

Immer mehr kreuzte der Australian Shepherd meinen Weg und ich begann diese Rasse zu lieben. Diese quirlige und aufgeweckte Rasse, schien genau das zu sein, was ich schon immer gesucht habe. Sie stolperte förmlich in mein Leben und gab mir zur Begrüßung einige Küsse. Aber wie sollte ich in meiner damaligen Situation einem Hund gerecht werden? Im Internet las man viel Böses über diese farbenrohen Hunde. Es sei nichts für Anfänger, ohne Hundesport und dauerhaften Einsatz dreht der Hund völlig durch und sie wären nicht einfach zu erziehen. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete ich im Schichtdienst, Vollzeit und der Hund wäre mehr alleine als unter Menschen. Keine hervorragenden Voraussetzungen.

Geht nicht? Gibt’s nicht.

Zunächst hatte ich die Idee nach einem Hund und dieser Rasse verworfen. Jedoch gehöre ich zu der Art Mensch, die sich, wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, alles Menschenmögliche versucht, um dieses Ziel zu erreichen. Nachdem ich also viel über diese Rasse recherchiert hatte und mir auch mal die Meinung in unzähligen Gruppen von anderen Australian Shepherd-Besitzerin durchgelesen hatte, bot sich irgendwann die Lösung an. Ich konnte meinen Arbeitsplatz wechseln und einen zukünftigen Hund mit zur Arbeit nehmen.

Ich wollte die Herausforderung annehmen, dem Hund gerecht werden und meinen Traum vom eigenen Australian Shepherd wahr werden lassen. Monate bevor ich also den Job wechselte, suchte ich nach meinem Traumhund –bitte steinigt mich nicht– auf Ebay Kleinanzeigen. Natürlich war es mir wichtig, dass mein zukünftiger Hund gesund ist, aber damals war mir der Unterschied zwischen einer Zucht und einem privaten Verkäufer einfach nicht deutlich genug bewusst. Im Nachhinein bin ich sogar froh darüber, denn sonst hätte ich meinen Seelenhund nicht kennengelernt.

 

 

Ich stieß also auf eine Anzeige mit Welpen ca. eine Stunde von uns entfernt. Zuckersüße Welpen. Einer süßer als der andere. Und ein kleiner Rüde in der Fellfarbe red-merle, wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Auch wenn man sich nicht auf eine Fellfarbe oder ein Geschlecht fixieren sollte, so bleiben Wünsche und Träume trotzdem da. Und der Traum sollte nun wahr werden, also rief ich die Besitzerin direkt an. Man kann ja einfach mal gucken.

Das Schicksal liebt Herausforderungen

Denn zunächst kam die große Ernüchterung. Für den Rüden hatte sich bereits jemand interessiert und dieser war zunächst „reserviert“. –Ja, bei Züchtern hätte es so etwas vermutlich nicht gegeben. – Mein damaliger Freund und ich beschlossen dennoch am Wochenende hinzufahren und uns die Welpen anzusehen. Vielleicht war ja doch ein anderer Hund für uns dabei. Schließlich wollten wir ja nur mal gucken.

 

 

Dann kam ein Tag, und an diesen erinnere ich mich noch ganz genau, wo ich in Hamburg in einem Klamottenladen stand, die Oberteile durchstöberte und plötzlich mein Handy klingelte. Es war die Welpen-Besitzern, die mein und Buddys leben für immer verändern sollte. Sie erzählte mir, dass der Interessent für den Rüden sich kaum meldete und sie befürchtete, dass dieser nicht der Richtige sei. Der Rüde wäre nun wieder frei und sie würde sich über den Besuch am Wochenende sehr freuen. Ihr glaubt gar nicht wie mein Herz geklopft hat und wir sehr ich mich gefreut habe. Ich konnte den Besuch kaum noch erwarten, natürlich tendierte ich noch zu dem kleinen Mann.

 

 

Nachdem wir das erste Mal dort waren, verliebte ich mich immer weiter und auf einmal ging alles ziemlich schnell. Wir entschieden uns fest für den Kleinen, sollten uns kurzfristig einen Namen aussuchen und konnten ihn weitere Male besuchen. Alle kleinen Welpen sind so schnell gewachsen. Wir erlebten, wie die Kleinen, das erste Mal ihre Augen öffneten, wir halfen der Besitzerin die Hinterlassenschaften der Herzräuber zu beseitigen, knuddelten mit ihnen, sahen den Welpen beim Spielen und anschließendem Nickerchen zu. Es war einfach unbeschreiblich.

Da ich bereits die Rasse gewählt habe, durfte mein damaliger Freund den Namen aussuchen und dieser viel schließlich auf „Buddy„. Die einzige Voraussetzung war nämlich, dass der Name mit B beginnt. In meiner Familie haben wir irgendwie den Tick, dass wir all unsere Tiere immer mit demselben Buchstaben beginnen. Früher war es bei unserem Hund und den Meerschweinchen das S (Spike, Shorty, Scooter,…) und irgendwann beschloss ich, dass meine Tiere mit einem B anfangen sollen. So hießen meine Hasen dann Baylie, Brownie und Berry und dann folgte Buddy. Und der kleine Buddy zog im Mai 2013 bei uns ein.

 

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