Die Definition von Glück

Die Definition von Glück

Wie definierst du Glück? Was bedeutet Glück für dich? Wer macht dich glücklich?

Die Antwort ist manchmal so erschreckend einfach. Jeder weiß es. Aber die Wenigsten handeln danach.

Die Schlüssel dazu hält jeder in der Hand, doch die Wenigsten finden die richtige Tür. Denn sie suchen immer woanders, um ihr Glück zu finden. Warten, dass etwas glückliches passiert, lassen dem Schicksal freien lauf, suchen das Glück in einer anderen Person.

Dabei fängt das Glück bei dir an. Bei dir, deiner eigenen Person.

Lange Zeit habe ich unterbewusst immer versucht, andere Menschen glücklich zu machen. Dachte, dass mir das Schicksal irgendwann dieses Glück zurückgibt. Ich habe sie überrascht, versuchte ihre Wünsche zu erfüllen, wollte immer erreichbar sein, habe versucht alles zu geben und wäre immer zur Stelle gewesen. Ich wollte ihr Glück sein. Alles gute Eigenschaften. Eigenschaften, die einen guten Menschen wohl ausmachen würden. Einen guten Freund. Einen Freund, den ich lange Zeit für mich selbst gesucht habe.

Leider ziehen diese Eigenschaften auch Menschen an, die es ausnutzen oder die zu der Kategorie „Problemmacher“ gehören. Menschen, die ein Problem in den Raum werfen und eine Lösung erwarten. Einfach, weil sie wissen, dass du es lösen wirst. Oder weil du es zumindest versuchst. Ich bin und war ein Problemlöser. Empfand es immer einfacher andere Probleme zu lösen, als an meinen eigenen zu arbeiten. Ich stelle mich ganz hinten an. Und umso mehr Mühe ich mir bei anderen Menschen gab, umso mehr wurde verlangt, gar erwartet. Und umso weniger, waren andere bereit zu geben.

Mein Problem, durch ein stark geschwächtes Selbstbewusstsein, bestand darin, dass ich mich über andere definiert habe. Ich habe an anderen gemessen, wie gut, wertvoll oder schlecht ich bin. Sofern ich mich nicht wertgeschätzt gefüht habe, war ich nunmal eine Person, die nicht wertgeschätzt wird. Ich gab mir noch mehr Mühe, wollte noch mehr Anerkennung und wenn diese nicht kam, war ich es schlichtweg nicht wert.

Ich habe mich daran gemessen, wie viele Freunde oder welche Art von Freunden ich besitze. Eiferte ständig egoistischen Menschen hinterher. Wollte die größten Partys feiern, von allem das Beste bieten, das Beste haben,… ich war süchtig nach Anerkennung.

Betrachtet man die Sicht der anderen, der wahren Freunde, war mein Verhalten absolut unfair. Ich habe Erwartungen gehabt, die nie jemand erfüllen konnte. Ich habe erwartet, dass andere eine Leere füllen, die ich selbst nicht füllen wollte. Eine Leere, an der ich selbst nicht gearbeitet habe. Es gab also nicht nur die Problemmacher, die deine Eigenschaften für Ihre Zwecke, wenn auch unterbewusst, ausgenutzt haben, sondern auch Menschen, die schlichtweg überfordert mit diesen Eigenschaften waren.

Und dann habe ich oft aufgegeben und Menschen damit enttäuscht. Irgendwann kam immer ein Punkt, wo ich nicht mehr wollte und konnte. Ein Punkt, wo ich nicht mehr bereit war zu geben. So plötzlich, dass andere dies als Ablehnung empfanden und mir den Rücken kehrten.  Und nur die Freunde, ohne Erwartungen an mich, blieben. Ich hatte oft Schwierigkeiten zwischen guten und falschen Freunden zu unterscheiden, da ich nach etwas Falschem suchte.

Durch eine schwere Phase in meinem Leben habe ich plötzlich erkannt, worauf es ankommt. Viel zu spät habe ich für mich selbst begriffen, was ich schon immer dachte gewusst zu haben.

Der einzige Mensch, der dich restlos glücklich machen kann, bist du selbst. 

Nicht dein Hund, dein Partner, deine Familie, deine Kinder… dies sind Personen, die dich noch glücklicher machen können, als du es ohnehin sein solltest, aber sie können niemals die Leere füllen. Sofern du nicht selbst bereit dazu bist, nach deinem eigenen Glück zu streben, mit dir selbst im Reinen zu sein und die Möglichkeit zu haben, dich selbst glücklich zu machen, wird es auch nie jemand anderes. Und niemals sollte eine andere Person die Verantwortung übernehmen müssen, dich glücklich zu machen. Denn sie kann es nicht und wird dabei nur selbst unglücklich.

Dieses Jahr hat sich einiges verändert. Ich bin gewachsen und habe mich kennen und lieben gelernt. Ich werde all das für mich tun, was ich für andere tun würde. Denn ich bin es mir selbst schuldig. Und ich bin es mir selbst wert.

Ich habe gelernt, dass ich all die Kraft, die Mühe und die Liebe, die ich in andere Personen stecke, mindestens zweimal mehr in mein Person stecken sollte.

Glück besteht darin, es sich selbst wert zu sein. Das Glück liegt ganz allein in deinen eigenen Händen. Mach dein Glück nicht von anderen Menschen abhängig. Fang an dich selbst zu feiern, dich selbst wertzuschätzen und dich selbst zu lieben.

Sofern sich dir ein Problem in den Weg stellt, dann löse es. Und erwarte nicht, dass es jemand anderes für dich tut. Du wirst feststellen, wenn du selbst anfängst an einem Problem zu arbeiten, werden sich Menschen oder Gelegenheiten bieten, die dir von allein helfen werden. Es geht darum, es dann anzunehmen, aber dies nicht von vornherein zu erwarten oder einzufordern. Sei selbst der Schlüssel zu deiner Tür und dein eigener Antrieb. Sei selbst für dein eigenes Glück verantwortlich.

Das ist meine Definition von Glück. Glück fängt bei dir an.

 

 

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